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Standfigur: Amphion (?) Mars (?)



Standfigur: Amphion (?) Mars (?)


Inventar Nr.: SM 3.1.160
Bezeichnung: Standfigur: Amphion (?) Mars (?)
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 1710 - 1720/30
Objektgruppe: Außenskulptur (Skulptur)
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Bildhauerarbeit: Skulptur (3/4 Ansicht) aus Pappelholz, seitlich angestückt, Holzteile mit schmiedeeisernen Nägeln angesetzt. Drei Eisenbänder, an denen die Standfläche befestigt ist. Steinimitierende Fassung und spätere Überfassung in Resten erhalten. Vgl. Zustandsprotokoll, Herstellung.
A. Wermescher
Maße: 327,0 x 121,5 x 90,5; Gewicht: 300 kg (Objektmaß)


Katalogtext:
Die männliche Figur (Inv. Nr. 3.1.160) hat den Kopf nach rechts gewandt, den Blick aufgerichtet, sie trägt nackenlanges Haar und einen Helm mit Federbausch. Darstellung in römischer Kriegskleidung: schmuckloser Panzer mit rechteckigem Halsausschnitt, einfach eingefasstem Rand und zu Tierköpfen ausgearbeiteten Ärmeln mit Lederstreifen. Über der Tunika einfach eingefasste Lederstreifen mit Fransen. Der linke Arm ist in die Seite gestützt, ein gerafftes Tuch haltend. Geschnürtes Schuhwerk mit wulstiger Draperie und Schmuckstein. Links seitlich eine Saiteninstrument, Harfe (fragmentarisch).

Es handelt sich bei den Skulpturen Inv. Nr. 3.1.159 und 3.1.160 nicht um ein Figurenpaar, sondern um Skulpturen des umfangreichen Figurenprogramms des Oktogonbauwerkes. Sie stehen damit in Verbindung mit der Herkules-Thematik. TIEZE identifiziert die zwei erhaltenen Figuren anhand der Attribute als Amphion und Minerva. Die Ikonographie des gesamten Figurenprogramms ist nicht bekannt. Einen Anhaltspunkt könnte der anonyme Stich aus ''Delineatio Montis'' von 1749 bieten, jedoch sind hier nicht alle Figuren so genau wie die zwei erhaltenen Skulpturen wiedergegeben.

Die Skulpturen waren ursprünglicher in den Nischen des Erdgeschoß vom Oktogon aufgestellt (vgl. TIEZE, S. 60-61). Maße der Nischen: Höhe ~3,87 m, Breite 1,94 m, Tiefe 1,32 m.

Quelle: Anonymer Stich aus ''Delineatio Montis'', 1749, Staatliche Museen Museen Kassel, Graphische Sammlung
Lit.: AGNES TIEZE: Von Herkules gekrönt. Die Idealprospekte Jan und Rymer van Nickelens für Landgrsf Karl, Monographische Reihe der Staatlichen Museen Kassel, Hrsg. MICHAEL EISSENHAUER, Kassel 2004, S. 53-59



Inv. Dräger 25.01.2002


Literatur:
  • Heidelbach, Paul: Die Geschichte der Wilhelmshöhe. Leipzig 1909, S. 158.
  • Holtmeyer, Alois [Bearb.]: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Cassel. Band IV. Kreis Cassel-Land, 2 Bde. (Text, Tafeln). Marburg 1910, S. 256.
  • Helmut Sander: Das Herkules-Bauwerk in Kassel-Wilhelmshöhe. Ein Beitrag zur Geschichte der Denkmalpflege und zum Wandel ihrer Methoden und Ziele. Kassel 1981, S. 24.
  • Tieze, Agnes: Von Herkules gekrönt. Die Idealprospekte Jan und Rymer van Nickelens für Landgraf Karl. Kassel 2004, S. 53-29.
  • Thomas Ludwig: Der Herkules in Kassel. Kassel 2004.
  • Wermescher, Anne: Die Skulpturen des Oktogons in Kassel-Wilhelmshöhe - ein Täuschungsversuch? in: SehensWerte Schlösser & Gärten in Hessen, Besuchermagazin 1/2005 der VSG. 2005, S. 24.
  • Bungarten, Gisela [Hrsg.]: Groß gedacht! Groß gemacht? Landgraf Carl in Hessen und Europa. Ausstellungskatalog. Kassel, Museumslandschaft Hessen Kassel. Petersberg 2018, S. 392-393, Abbildung S. 393, Kat.Nr. IX.37.

Siehe auch:


  1. SM 3.1.159: Standfigur: Minerva (?)


Letzte Aktualisierung: 26.01.2026



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